Verein

Struktur

Der Verein Heli - Flugrettung Südtirol wurde 2010 offiziell aus der Taufe gehoben und verwaltet den Flugrettungsdienst in Südtirol im Auftrag der Landesregierung. Die Mitglieder des Vereins sind der Alpenverein Südtirol, der Landesrettungsverein Weißes Kreuz, die Bergrettung im Alpenverein Südtirol, die Südtiroler Berg- und Höhlenrettung CNSAS sowie der Club Alpino Italiano. Die Flugrettung Südtirol verfügt über die beiden Rettungshubschrauber Pelikan 1 mit Basis in der Landeshauptstadt Bozen und Pelikan 2 mit Basis in Brixen. Saisonal wird der Dienst zusätzlich durch dem seit Februar 2020 in Laas stationierten Pelikan 3 sowie dem Aiut Alpin Dolomites mit Basis in Pontives im Grödnertal unterstützt. Die Flugrettung Südtirol hat im vergangenen Jahr 3.359 Einsätze geflogen und dabei 128.479 Flugminuten zurückgelegt.

Vereinsorgane

Der Verein HELI - Flugrettung Südtirol wird von verschiedenen Vereinigungen getragen. Das höchste Gremium ist die Vollversammlung. Der Vorstand besteht aus den Führungskräften der jeweiligen Partner. Der Präsident ist der gesetzliche Verantwortliche. Der Vorstand setzt sich regelmäßig zusammen und trifft gemeinsame Entscheidungen. Verwaltung und medizinischer Bereich arbeiten eng und konstruktiv zusammen. Die Präsidentschaft liegt derzeit in den Händen von Dr. Georg Rammlmair, Vizepräsident ist Giorgio Gajer.

Technische Beirat

Der technische Beirat fungiert seit 1997 als Expertenrunde innerhalb der Flugrettung in Südtirol. Eines der Ziele, bei der Einführung des technischen Beirates, war es, die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Organisationen in der Flugrettung zu fördern. Neben dem Landesrettungsverein Weißes Kreuz, der Bergrettung im AVS, der Südtiroler Berg- und Höhlenrettung im CNSAS und dem Aiut Alpin Dolomites sind auch die Landesnotrufzentrale sowie die Betreiberfirma Babcock im Beirat vertreten. Hauptaufgaben des technischen Beirates sind die Erarbeitung einheitlicher Ausbildungsrichtlinien, laufende Verbesserung der Einsatztechnik und Rettungstaktik sowie die Auswahl einer standardisierten Ausrüstung. 

Geschichte

Seit fast 35 Jahren gibt es die Südtiroler Flugrettung, die ein nicht mehr wegzudenkender Teil in der Rettungskette des Landes ist. Mittlerweile stehen vier Rettungshubschrauber zur Verfügung, die Pelikane 1 und 2, die das ganze Jahr über im Dienst stehen, sowie der Aiut Alpin Dolomites und der Pelikan 3, die saisonal ausrücken. Für die Trägerschaft dieses wertvollen Dienstes zeichnet seit mittlerweile zehn Jahren der Verein „HELI – Flugrettung Südtirol“ verantwortlich.
 
Von 1991 bis 2010 gab es die Arbeitsgemeinschaft Flugrettung, die im Auftrag der Landesregierung für den Flugrettungsdienst zu sorgen hatte. Von diesem Zeitpunkt an saßen neben dem Weißen Kreuz auch der Alpenverein Südtirol (AVS), der Bergrettungsdienst im AVS, der italienische Alpenverein (CAI) und die Südtiroler Berg- und Höhlenrettung des CNSAS im Boot der Landesflugrettung. Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft war ein bedeutender Schritt in Richtung professioneller Flugrettung in Südtirol. Nicht nur, dass damit sämtliche Rettungsdienste in einem Gremium vertreten waren und damit die Grundlage für langfristige Zusammenarbeit gelegt wurde, auch Rettungsabläufe und Alarmierungsprozesse konnten dank dieses Zusammenschlusses vereinheitlicht und auf einen internationalen Standard gebracht werden. Als besonders wertvoll erwies sich dabei der technische Beirat mit den jeweiligen Vertretern der Rettungsorganisationen sowie der Betreibergesellschaft, dem medizinischen Leiter und dem Koordinator der Flugrettung (heute Dienstleiter). Die rechtliche Form der Arbeitsgemeinschaft erwies sich im Laufe der Jahre aber als nicht mehr zeitgemäß, weshalb die Trägervereinigungen der Landesflugrettung die Weichen für die Zukunft stellten: 2010 wurde deshalb der privatrechtliche Verein „HELI - Flugrettung Südtirol“ gegründet, der von der Landesregierung mit der Führung des Flugrettungsdienstes betraut wurde und die vorherige Arbeitsgemeinschaft ablöste. Mit der Gründung des neuen Vereins wurde die formale Verantwortung an einen juridischen Träger gebunden und damit das Weiße Kreuz und deren Verantwortliche von einer möglichen persönlichen Haftung befreit. Mittlerweile ist man bereits dabei, aufgrund der Reform des dritten Sektors eine neue juridische Form für den Verein „HELI“ zu finden. Georg Rammlmair ist seit der Gründung Präsident des Vereins; Direktor ist Ivo Bonamico. Derzeit bekleidet Giorgio Gajer das Amt des Vizepräsidenten; Ernst Winkler ist einfaches Vorstandsmitglied. Für die medizinische Leitung zeichnet Marc Kaufmann verantwortlich, der Primar des Dienstes für Rettungs- und Notfallmedizin des Südtiroler Sanitätsbetriebs. Für die Verwaltung nutzt man die Strukturen des Weißen Kreuzes, so wie es schon in den Zeiten der Arbeitsgemeinschaft der Fall war. An den Aufgaben, Zielen und Diensten hat sich nichts geändert. Auch nach der Gründung gaben, Zielen und Diensten hat sich des Vereins „HELI“ wurde am technischen Beirat festgehalten, der sich bereits zu weit mehr als 100 Sitzungen getroffen hat. Errungenschaften in den zehn Jahren waren unter anderem die Inbetriebnahme des Pelikan 3 mit Standort in Laas, die Nachtflüge, die neue Einsatzkleidung für die medizinische Crew der Pelikane, der Wechsel zum Hubschrauber Airbus H145 (BK-117D2) auf den Pelikan-Basen und die Erneuerung der Konvention.

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