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Archiv   2017
Im Jahre 1986 hob der erste Pelikan in den Himmel über Südtirol ab und legte den Grundstein für die professionelle Flugrettung im Lande. Seitdem stehen Pelikan eins und zwei sowie der Aiut Alpin Dolomites als Symbol für schnelle und effiziente Hilfe aus der Luft. Geführt wird die Flugrettung vom Verein HELI, einer gemeinschaftlichen Kooperation bestehend aus dem Weißen Kreuz, den Bergrettungsdiensten im AVS und des CNSAS sowie dem Club Alpino Italiano, dem Südtiroler Alpenverein und der Landesnotrufzentrale. Bei der jährlichen Vollversammlung am Montagabend legte die Organisation eine beeindruckende Leistungsbilanz vor.
Zu knapp 3.000 Einsätze sind drei Rettungshubschrauber im vergangenen Jahr abgehoben und haben dabei 2.805 Patienten versorgt. Das entspricht 112.610 Flugminuten und einen Zuwachs von 93 Einsätzen im Vergleich zum Vorjahr. Ganze 86 Mal sind dabei die Rettungshubschrauber aus Südtirol auch zu Einsätzen in andere Provinzen geflogen und haben dort in Notfällen wertvolle Unterstützung geleistet.
Besonders erfreulich ist die Kostenentwicklung. Trotz steigender Qualität des Dienstes, kostete die Flugrettung im vergangenen Jahr den Südtirolern Steuerzahlern knapp eine Million Euro weniger als im Vorjahr. Grund dafür ist die effiziente Verwaltung, welche Rettungseinsätze für Gäste und Touristen umgehend mit ausländischen Krankenversicherungen sowie über Ticket abrechnet. Für den Vorstand des Vereins, in dem jeweils ein Vertreter der Blaulichtorganisationen sowie dem Primar des Landesnotfalldienstes sitzt, kann damit das vergangene Jahr als durchaus positiv bewertet werden. Präsident Georg Rammlmair hebt besonders die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungsdienste im Land hervor. „Wir ziehen nicht nur im Vorstand der HELI alle an einem Strang, sondern auch tagtäglich draußen auf den Einsätzen. Dies macht unser Rettungssystem im Land zu einer international angesehenen Institution, die besonders auch in der Flugrettung stark zum Tragen kommt“, erklärt Rammlmair.

Für Direktor Ivo Bonamico stehen dabei die laufende Qualitätssteigerung sowie die effiziente Verwaltung hinter dem Dienst im Mittelpunkt. „Durch die Ticketverrechnung und Spesenverrechnung an ausländische Patienten, konnten im vergangenen Jahr mehr als zwei Drittel der Kosten der Flugrettung einkassiert werden“, unterstreicht Bonamico. Ermöglicht wurde diese durch einen Landesbeschluss zur Anpassung des Tarifs zur Weiterverrechnung der Flugminuten an Provinzfremde und Ausländer. Dem Südtiroler Steuerzahler kostete die Flugrettung im Vorjahr knapp 3,7 Millionen Euro, das Jahr davor waren es noch etwas mehr als 4,6 Millionen Euro gewesen. Die Gesamtkosten lagen im Vorjahr bei mehr als 10 Millionen Euro.

Bezugnehmend auf das dreißigjährige Jubiläum, präsentierte der Vorstand eine kürzlich erschienene Sozialbilanz zur Flugrettung. Historische Momentaufnahmen von der Geburtsstunde bis zur Gegenwart beleuchten dabei die Entwicklung des wichtigen Dienstes und spiegeln den Pioniergeist der damaligen Zeit wieder. Dabei bietet ein Rückblick immer auch geeigneten Anlass für Zukunftspläne. Und diese stehe bei der Flugrettung Südtirol klar im Zeichen der weiteren Professionalisierung. So werden derzeit die Voraussetzungen für Nachtflüge geprüft. „Damit könne vor allem in den dunklen Wintermonaten sowie nach Sonnenuntergang Einsätze geflogen werden“, erklärte Bonamico und verweist auf derzeitige Gespräche mit dem Assessorat für Gesundheitswesen. 

Sozialbilanz 2016
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01 / 06 / 2017

30 Jahre Flugrettung in Südtirol

Im Jahre 1986 hob der erste Pelikan in den Himmel über Südtirol ab und legte den Grundstein für die professionelle Flugrettung im Lande. Seitdem stehen Pelikan eins und zwei sowie der Aiut Alpin Dolomites als Symbol für schnelle und effiziente Hilfe aus der Luft. Geführt wird die Flugrettung vom Verein HELI, einer gemeinschaftlichen Kooperation bestehend aus dem Weißen Kreuz, den Bergrettungsdiensten im AVS und des CNSAS sowie dem Club Alpino Italiano, dem Südtiroler Alpenverein und der Landesnotrufzentrale. Bei der jährlichen Vollversammlung am Montagabend legte die Organisation eine beeindruckende Leistungsbilanz vor. Lesen
Mit 1. März 2015 geht eine Ära in der Flugrettung in Südtirol zu Ende. Bisher wurde das Bild der Flugrettung durch die Hubschrauber des Typs BK 117 geprägt, die jahrzehntelang ein verlässliches Rettungsmittel für alle beteiligten Einsatzkräfte waren. Dieser Hubschraubertyp wird aber seit 2004 nicht mehr produziert und entspricht nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen, wie sie von der europäischen Luftfahrtbehörde EASA verlangt werden. Daher wurden für das Modell BK 117 verschiedene technische Einschränkungen vorgesehen, sodass es nicht mehr möglich ist mit diesem Hubschrauber Rettungseinsätze zu fliegen. Diese Beschränkungen treten Ende Februar 2015 endgültig in Kraft. Aus diesem Grund müssen ab Anfang März 2015 die bestehenden Hubschrauber durch andere Modelle ersetzt werden. Nachdem sich die BK 117 in den vergangenen Jahren für die Anforderungen der Flugrettung in Südtirol sehr bewährt hat, werden die beiden Pelikan-Hubschrauber mit dem Nachfolgemodell der BK 117, der EC 145 T2, ersetzt. Dieser Hubschrauber ist der leiseste seiner Klasse (ca. 20% weniger Lärm als die BK 117) und erfüllt die modernsten Sicherheitsbestimmungen. Der drehende Heckrotor zählte bisher zu den größten Gefahrenquellen für die Personen am Boden. Bei der EC 145 T2 ist der Heckrotor (FENESTRON®) eingekapselt, was eine höhere Sicherheit bei Landungen und eine geringe Anfälligkeit gegenüber Fremdkörpern (z.B. Steinschlag im Gebirge) bedeutet neben der Lärmreduktion. Die neuen Hubschrauber verfügen über mehr und größere Fenster. Dies erleichtert das Auffinden des Einsatzortes und beschleunigt die Suche nach vermissten Personen. Die Seilwinde arbeitet nun mit doppelter Geschwindigkeit im Vergleich zu den bisher verwendeten Modellen. Dadurch kann die heikle Phase des Auf- und Abwindens bei einer Rettungsaktion deutlich verkürzt und damit letztlich das Risiko halbiert werden. Durch die höhere Leistung der Turbinen, können die neuen Hubschrauber auch beim Ausfall einer Turbine dennoch alle Rettungseinsätze problemlos zu Ende bringen. Durch diese 667 kW-starken Turbinen können zudem Einsätze in einer größeren Höhe (z.B. am Ortler) mühelos und sicherer abgewickelt werden. Die EC 145 T2 verfügt über ein System, das andere Flugobjekte in der Umgebung orten kann. Damit können Gefahren früher erkannt und gemieden werden. So steht der Besatzung und allen anderen Rettungskräften, die mit der Flugrettung zusammenarbeiten, aber vor allem den Patienten, eines der modernsten Rettungsmittel zur Verfügung, das derzeit zugelassen ist. Auf diese Weise kann ein weiterer Beitrag geleistet werden, um die Sicherheit aller Beteiligten bei Rettungseinsätzen zu erhöhen.
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01 / 03 / 2015

Neue Hubschrauber im Dienst der Landesflugrettung

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